Zu viel Motoröl eingefüllt - was kann passieren?

Illustration von einem Auto in einer Garage die hinter einer Öldose steht. Im Hintergrund ist eine Lupe zu sehen.Illustration von einem Auto in einer Garage die hinter einer Öldose steht. Im Hintergrund ist eine Lupe zu sehen.

KURZ ERKLÄRT

☝️ Motoröl schäumt und verliert die Schmierfähigkeit.

Zu viel Öl ist genau so schädlich wie zu wenig.



Illustration von einem Auto in einer Garage die hinter einer Öldose steht. Im Hintergrund ist ein Glühbirne zu sehen.

ZU VIEL MOTORÖL EINGEFÜLLT - WAS KANN PASSIEREN?

Dadurch, dass sich bei den meisten Fahrzeugen die Kurbelwelle in der Ölwanne befindet, kann es bei zu viel Motoröl zu einem „plantschen“ kommen. Dabei taucht die Kurbelwelle in das Öl ein und sorgt so für Luftbläschen im Motoröl.

 

Dieses Schäumen ⚠️ reduziert die Schmierwirkung und auch die Kältefließeigenschaften entscheidend. Das kann genauso einen Motorschaden hervorrufen wie zu wenig Motoröl. Daher sollten Sie bei der Befüllung nicht allzu euphorisch vorgehen.

Illustration von einem Auto in einer Garage die hinter einer Öldose steht. Im Hintergrund ist ein Stern zu sehen.Illustration von einem Auto in einer Garage die hinter einer Öldose steht. Im Hintergrund ist ein Stern zu sehen.

FOLGEN VON ZU VIEL MOTORÖL

» Das Öl schäumt was die Schmiereigenschaften entscheidend verschlechtert «

 

Durch das Schäumen kann zum einen der Öldruck nicht mehr aufrechterhalten werden und der Schmierfilm kann reißen. Ein Kolbenfresser ist dann die Folge, was einen kapitalen Motorschaden bedeutet. Auch kann Öl in den Ansaugtrakt gelangen, was unter anderem zu Schäden an den Kolben und Partikelfiltern führen kann.

Illustration von einem Auto mit einer geöffneten Motorhaube in einer Garage. Im Vordergrund steht eine Öldose. Im Hintergrund ist eine zu sehen Erlenmeyer-Kolben zu sehen.Illustration von einem Auto mit einer geöffneten Motorhaube in einer Garage. Im Vordergrund steht eine Öldose. Im Hintergrund ist eine zu sehen Erlenmeyer-Kolben zu sehen.

WIE MESSE ICH DEN ÖLSTAND?

» 10 Minuten nachdem der Motor warm gelaufen ist «

 

Bevor Sie den Ölstand messen, sollte der Motor warm laufen. Danach warten Sie ca. 10 Minuten bis das Motoröl in die Ölwanne zurückgelaufen ist. Wenn dann das Fahrzeug auch noch auf einer ebenen Fläche steht, sollte sich mit dem Ölmessstab gut prüfen lassen, ob der Füllstand den Herstelleranforderungen entspricht.

 

☝️ Bei moderneren Fahrzeuge können Sie den Ölstand auch über den Bordcomputer bzw. den Kombiinstrumenten einsehen.

Illustration von einem Auto mit einer geöffneten Motorhaube in einer Garage. Im Vordergrund steht eine Öldose. Im Hintergrund ist eine zu sehen Erlenmeyer-Kolben zu sehen.Illustration von einem Auto mit einer geöffneten Motorhaube in einer Garage. Im Vordergrund steht eine Öldose. Im Hintergrund ist eine zu sehen Erlenmeyer-Kolben zu sehen.

WAS BEI ZU VIEL MOTORÖL ZU TUN IST

» Das Motoröl absaugen oder ablassen «

 

Zum einen können Sie das Öl absaugen. Werkstätten sind für diesen Fall in der Regel entsprechend ausgerüstet. Eine andere Möglichkeit ist, dass Sie das Motoröl über die Ölablasschraube ablassen. Wenn Sie gerade eben den Motor mit Frischöl befüllt haben, können Sie das abgelassen Öl natürlich erneut einfüllen.

 

☝️ Grundsätzlich sollten Sie aber bei zu viel Motoröl nicht mehr weiterfahren, da es im schlimmsten Fall zu einen Motorschaden kommen kann.

Illustration von einem Oldtimer in einer Garage die hinter einer Öldose steht. Im Hintergrund ist ein Glühbirne zu sehen.

DARAUF IST ZU ACHTEN:

Mit den folgenden Tipps sollte sich zu viel Öl im Motor vermeiden lassen:

Illustration von einem Oldtimer mit einer geöffneten Motorhaube in einer Garage. Im Vordergrund steht eine Öldose. Im Hintergrund ist eine Lupe zu sehen.Illustration von einem Oldtimer mit einer geöffneten Motorhaube in einer Garage. Im Vordergrund steht eine Öldose. Im Hintergrund ist eine Lupe zu sehen.

ÖLBEDARF PRÜFEN

» Den Ölbedarf finden Sie in der Betriebsanleitung «

 

Die meisten PKW haben einen Ölbedarf von 4 – 8 Liter. Wie viel Öl Ihr Fahrzeug benötigt, können Sie der Betriebsanleitung entnehmen.

 

Füllen Sie nur die dort angegebene Menge in Ihren Motor ein. Davon auszugehen, dass das überschüssige Öl „schon verbrannt wird“, ist keine so gute Idee. Lieber prüft man einige Monate später den Ölstand erneut und füllt dann ggf. etwas Öl nach.

Illustration von einem Oldtimer in einer Garage. Im Vordergrund steht eine Öldose. Im Hintergrund ist eine zu sehen Erlenmeyer-Kolben zu sehen.Illustration von einem Oldtimer in einer Garage. Im Vordergrund steht eine Öldose. Im Hintergrund ist eine zu sehen Erlenmeyer-Kolben zu sehen.

BEIM EINFÜLLEN

» Prüfen Sie während dem Einfüllen immer mal wieder den Ölstand «

 

Füllen Sie das Motoröl nur schrittweise ein. Es kann nämlich etwas dauern bis das Motoröl in der Ölwanne ankommt. Prüfen Sie deswegen, während der Befüllung, immer wieder mal den Ölstand.

Drei Öldosen stehen hintereinander. Die eine Dose ist von der Marke Addinol, die andere von Castrol und die letzte von der Marke Eurolub.Drei Öldosen stehen hintereinander. Die eine Dose ist von der Marke Addinol, die andere von Castrol und die letzte von der Marke Eurolub.

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✍️ Aktualisiert am 28.08.2025